Pro7 「Der Seewolf」のページ

Pro7のHPを書いておくの忘れてました。

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インタビューもトレイラーも壁紙もあります。
2回放送の特番にしては、結構充実。
でも壁紙は、もうちょっと別の絵柄が欲しかったです・・・。




Die Story

Der brutale Wolf Larsen (Thomas Kretschmann) hat das Kommando auf dem Robbenfänger „Ghost“. Er fischt den Literaturkritiker und Schöngeist Humphrey van Weyden (Florian Stetter) nach einem Schiffsunglück aus dem Wasser, weigert sich jedoch, van Weyden an Land abzusetzen.So spitzt sich der Machtkampf zwischen den beiden Rivalen immer mehr zu. Die Situation eskaliert, als die Schiffbrüchige Maud Brewster (Petra Schmidt-Schaller) gerettet wird und beide Männer Gefühle für sie entwickeln. Es kommt zum offenen Kampf, den nur einer der Beiden überleben wird ...

Die Facts zum Film

Schauspieler Florian Stetter treibt schon Stunden im Meer. Um ihn herum: Zwei Taucher, die ihn vor drei Meter langen Haien schützen sollen. Ein Schiff hält direkt auf Stetter zu. Erst in letzter Sekunde zieht es knapp an ihm vorbei. „Aus!“, ruft Regisseur Christoph Schrewe von der Reling. Mit seinem 120-köpfigen Team verfilmt er drei Monate Jack Londons „Der Seewolf“auf den Bahamas. An Bord beobachtet Hollywood-Star Thomas Kretschmann die Szene. Auf der „Ghost“ wappnet er sich schon für den nächsten Take, in dem er den Schiffbrüchigen van Weyden (Florian Stetter) an Bord des Robbenfängers ziehen soll. Kretschmann spielt Kapitän Wolf Larsen, für den nur das Recht des Stärkeren gilt. In der ProSieben Neuverfilmung des Klassikers von Jack London kämpft die Macht-
Bestie mit dem Schriftsteller Humphrey van Weyden (Florian Stetter) auf hoher See um Leben und Tod …
250 Tabletten gegen Seekrankheit –die Crew von Christoph Schrewe leidet auf See. Nur die eigentliche Schiffsbesatzung der „Ghost“hat keine Probleme. Sie steuerte schon Johnny Depp als Captain Jack Sparrow in „Fluch der Karibik“.
Und Thomas Kretschmann genießt die Arbeit auf dem Meer: „Auf hoher See zu drehen, macht mir großen Spaß. Wir haben ziemlich unkonventionell gedreht und die Dinge sich entwickeln lassen. Dadurch kriegt der Film "Authentizität.“ Authentizität.“Der Action-Star, der zuletzt neben Angelina Jolie in „Wanted“vor der Kamera stand, setzte sich mit der „menschlichen Bestie“Wolf Larsen intensiv auseinander: „Er bringt körperlich und geistig etwas mit, das ihn zum Alphatier auszeichnet und reagiert darwinistisch –‚Survival of the Fittest’.“Kretschmann spielt den „Seewolf“
mit mächtiger Brutalität. Im Vergleich zu seinen Vorgängern allerdings deutlich moderner: „Thomas bietet eine ganz neue Interpretation – extrem spannend und archaisch“, lobt „Seewolf“-Regisseur Christoph Schrewe seinen Hauptdarsteller. Schrewe verlangt nicht nur von Kretschmann alles: Florian Stetter kommt nach drei Stunden im Wasser wieder an Bord: „Es gibt hier viele Haie. Da hatte ich echt Angst, dass mich trotz der Taucher einer angreifen würde.“
Christoph Schrewe ist mit dem historischen Stoff ein spannendes Abenteuer für das junge Publikum gelungen: „Ich wollte eine Geschichte erzählen, die uns jetzt und heute angeht. ‚Der Seewolf’bietet Unterhaltungsstoff im besten Sinne und hat eine zentralen Botschaft: Jeder Mensch sollte trotz widriger Umstände versuchen, für seine Ideale einzustehen.“

Hinter den Kulissen

+++ Drei Monate wurde „Der Seewolf“auf den Bahamas gedreht +++ Die Unter-Deck-Szenen spielten Thomas Kretschmann und Kollegen vier Wochen in Berlin +++ Während der Dreharbeiten wurde die „Ghost“von einer erfahrenen Besatzung gesteuert, die auch schon bei „Fluch der Karibik“ die Schiffe manövrierte +++ 14 Harpunen und 22 Messer wurden handgefertigt, außerdem wurde aus 20 antiken Gewehren geschossen +++ Für die Sturmszenen wurden extra vier Tip-Tanks gefertigt, die von riesigen Gestellen jeweils 1.000 Liter Wasser auf die Schauspieler herabstürzten ließen +++ Insgesamt waren 120 Leute bei der Sturmszene im Einsatz +++ 40 Näherinnen und 20 Patinierer stellten über 100 Kostüme her +++ Die Kleider von Maud und Humphrey wurden zehn mal angefertigt für unterschiedliche Verschmutzungsgrade +++ Für die Kampfverletzungen von Johnson und Mugridge dienten Fotos von Boxkämpfen als Masken-Vorlage +++ Florian Stetter und Petra Schmidt- Schaller sollten trotz starker Sonneneinstrahlung ihre noble Blässe behalten –dafür wurden 30 Tuben Sun-Blocker und insgesamt über 100 Flaschen einer speziellen Seefahrer-Sonnencreme verbraucht +++ Die
übrige Besatzung der Schiffscrew wurde nicht geschminkt, sondern mit einer speziellen Mischung aus Wachs, Fett und Farbpigmenten „patiniert“+++ Jeder Zweite an Deck kämpfte mit der Seekrankheit, über 250 Tabletten wurden gegen die Übelkeit verabreicht. +++



„Man lebt und dann ist man tot!“ - Interview mit Thomas Kretschmann

Thomas Kretschmann ist „Der Seewolf“. ProSieben.de sprach mit dem einzigen deutschen Schauspieler, der regelmäßig in Hollywood-Produktionen wie „King Kong“ oder „Wanted“ zu sehen ist, über seine Rolle als brutaler Kapitän Wolf Larsen, über Humanismus und Darwinismus und natürlich über die berühmte Szene mit der Kartoffel.

Thomas, „Der Seewolf“ ist deutsche TV-Geschichte und für die meisten männlichen Mitvierziger in der Interpretation von Raimund Harmstorf, dem Du in der Neuverfilmung auch optisch recht nahe kommst, geradezu Kult; Du bist 46, hattest Du auch vor dem Dreh schon eine Beziehung zum „Seewolf“?

Auf jeden Fall, im Grunde habe ich den Film aus sentimentalen Gründen gemacht. „Der Seewolf“ ist, wenn ich zurückblicke, meine frühste Erfahrung mit dem Medium Fernsehen.

Was hat „der Seewolf“, der große klassische Abenteuerroman von Jack London, der heutigen Ipod-Generation noch zu sagen?

Diese Frage habe ich mir selbst und dem Regisseur auch gestellt. Denn in der Tat war meine und Deine Jugend eine andere Zeit: Wir haben in Baumhäusern gesessen und Robinson Crusoe gelesen. Heute dagegen erklären mir meine Kinder, wie mein Computer funktioniert. Wir mussten also an diesem Stoff etwas finden, das auch heute noch die Menschen anspricht. Ich denke, unser „Seewolf“ ist so eine Art „Western auf dem Wasser“, zwei Weltanschauungen prallen hier aufeinander - die humanistische und die brutalst darwinistische, die Larsen vertritt – bis es irgendwann zum Showdown kommt. Trotz dieser fraglos vorhandenen Dramatik ist unser grundsätzlicher Ansatz aber eher der eines Kammerspiels auf dem Wasser.


Du nimmst mir das Wort aus dem Mund: Bei einer Neuverfilmung des Stoffes hätte man eigentlich ein aufgemotztes Action-Spektakel erwarten können, stattdessen hat der neue „Seewolf“ mit seinen sorgfältig ausgefeilten Dialogen geradezu besagten kammerspielartigen, fast rührend altmodischen Charakter...

Alle mit denen ich gesprochen habe, fanden diesen Ansatz sehr gut, ihnen hat unsere Arbeit gefallen. Die erste Frage, die ich mir bei einem Projekt stelle, ist, ob mir das Buch zusagt bzw. ob mich der Charakter, den ich spielen soll, auch interessiert und ob ich selbst diesen Film auch sehen wollen würde. Das war hier absolut der Fall. Ob das Publikum per se unserem Ansatz folgen mag, das vermag ich nicht zu sagen. Ich hoffe natürlich schon, letztlich aber müssen wir das abwarten, ansonsten würde es ja auch stets nur erfolgreiche Filme geben.

„Der Seewolf“, Kapitän Wolf Larsen, ist, Du hast es schon erwähnt, so etwas wie der Prototyp des Sozialdarwinisten; ist er tatsächlich auch „ein Monstrum“, wie der Schiffbrüchige Literaturkritiker Humphrey van Weyden einmal sagt?

Für Larsen funktioniert diese Weltanschauung. Sie ist auch durchaus praktikabel in einer Zeit, in der man noch mit Segelschonern in solche Gewässer fuhr, um Robben zu schießen. Da ist dieser Ansatz dann durchaus pragmatisch gewählt und funktioniert. Zudem macht sich Larsen auch einen Spaß daraus, mit van Weyden zu spielen. Denn van Weyden ist der erste an Bord, der sich mit ihm intellektuell überhaupt messen kann.

Bewertest Du eine Rolle überhaupt nach solchen moralischen Kriterien?

Eigentlich nicht. Als Schauspieler versuche ich grundsätzlich, die Figur, die ich spiele, zu verteidigen. Es geht darum, sie so anzulegen, dass sie logisch erscheint. Die Beurteilung überlasse ich anderen.

Larsen glaubt zuallererst an die Niedertracht der Menschen, bei der Lektüre der Tageszeitung könnte man bisweilen auf die Idee kommen, dass er Recht hat...

Stimmt, im Grunde kann man Larsen nichts von dem, was er vertritt, wirklich absprechen. Larsen hat Recht. Es ist nur die Frage, ob man die Welt auf Dauer wirklich ausschließlich aus einem solchen Blickwinkel betrachten mag.

Die Unsterblichkeit der Seele ist für Larsen nicht mehr als ein humanistisches, illusionistisches Ideal; hat er auch damit Recht?

Auch da würde ich ihm bis zu einem gewissen Punkt Recht geben. Ich denke auch: „Man lebt und dann ist man tot“. Denn meine Logik verbietet mir, das anders zu sehen. Ich erinnere mich an einen Tag zuhause am Pool in L.A., kurz bevor ich das Buch bekam. Da habe ich den Kolibris zugeschaut und über den Aufwand nachgedacht, den diese Vögel betreiben. Mehr als hundert Flügelschläge in der Minute, nur um Nahrung aufzunehmen, die dann sofort wieder in neue Flügelschläge umgesetzt wird, um erneut Nahrung aufnehmen zu können. Dann kam das Buch und dort war die Rede vom Leben als einem Kreis, in dem man nie irgendwo ankommt. Man kommt lediglich irgendwann zum Stillstand und dann ist man tot! Da habe ich dann gedacht: „Stimmt, das haben mir die Kolibris erst kürzlich ganz deutlich gemacht!“.

Larsen lässt trotz seines fraglosen Intellekts meist rohe Kräfte walten, Humphrey ist zunächst der Schöngeist, kann sich aber auf Dauer der Gewalt auch nicht entziehen...

Larsens Philosophie ist eine Zeit lang buchstäblich die schlagendere, er hat lange die schlagenden Argumente. Da kann Humphrey lange seinen Idealen nachhängen, er wird immer den Kürzeren ziehen. Als van Weyden Larsen einmal fragt, was denn passieren würde, wenn einmal ein Stärkerer daher komme, dann antwortet der: „Dann bin ich es, der gefressen wird.“ Und genau das passiert schließlich ja auch. Ob van Weyden deshalb aber die lebensfähigere Philosophie vertritt, ob er überhaupt erst überlebensfähig wird, als er selbst auf Gewalt setzt, das vermag ich in letzter Konsequenz nicht zu entscheiden. Ich bin kein Theoretiker, nur Schauspieler.

Apropos „rohe Kräfte“: War die Kartoffel roh oder gekocht wie bei Harmstorf?

Die war roh.

Tatsächlich?

Ganz sicher. Man sieht doch im Film, wie das Wasser aus ihr hervortritt.

Gab es eine Art Sollbruchstelle?

Nein, ganz gewiss nicht. Aber ich musste lange dafür trainieren und es gibt auch einen gewissen Trick, den ich hier allerdings nicht verrate. Mal schauen, wie es bei Sebastian Koch aussieht.

Du spielst auf das ZDF an, das den „Seewolf“ ebenfalls neu verfilmt hat, mit Koch als Kapitän Larsen?

Genau.

Eigentlich hast Du Dich in den letzten Jahren weniger mit deutschen, denn mit internationalen Stars gemessen: Du gehörst der ultra raren Spezies von deutschen Schauspielern an, die regelmäßig in Hollywood-Produktionen zu sehen sind; was hast Du, das andere nicht haben?“

Auf diese Frage antworte ich lakonisch: Ich bin Langstreckenschwimmer.

Und ein sehr guter: Ist Deine eigene Geschichte – Leistungssportler in der DDR, dann mit 19 Flucht in den Westen – etwas, das Dir in Hollywood, das solche Geschichten ja liebt, auch die Türen geöffnet hat?

Türen muss man selbst aufstoßen. Es ist aber schon so, dass man als Leistungssportler sehr früh den Begriff „Nahziel/Fernziel“ versteht. Wenn Du bereits als Zehnjähriger zehn Kilometer am Tag schwimmst, dann funktioniert das nur, wenn man weiß, dass ein Fernziel nicht in kurzer Zeit zu erreichen ist, sondern sehr langen Atem erfordert.

Also so eine Art Masterplan?

Nicht im eigentlichen Sinne. Es gibt für mich Nahziele, und wenn deren Umsetzung gut aussieht, dann entwickeln sich daraus eben besagte Fernziele. Nach „Stalingrad“ habe ich mich gefragt, wie viele Filme dieser Größe in Deutschland jährlich gemacht werden. Das sind nicht viele. Als Schauspieler möchte ich aber große Filme machen, da sieht es dann in Deutschland für mich statistisch also nicht so gut aus. Folglich muss ich dorthin gehen, wo sehr viele große Filme gemacht werden, nach Hollywood. Und da kochen die auch nur mit Wasser. Aber natürlich gehört auch immer ein wenig Glück dazu, wenn eine Karriere so verläuft, wie meine in den letzten Jahren verlaufen ist.

Nimmt man Dich dort heute noch als Deutschen oder einfach nur als guten Schauspieler wahr?

Ich denke und hoffe, „nur“ noch als guten Schauspieler. Dort ist mein „Deutschsein in Hollywood“ jedenfalls lange kein so großes Thema mehr, wie es hier in Deutschland offensichtlich immer noch der Fall ist.

Was macht den Unterschied zwischen einer deutschen und einer Hollywood-Produktion aus: Ist es nur das Geld und die damit verbundenen Möglichkeiten oder gibt es durchaus auch handfeste Qualitätsunterschiede, die nicht am Geld festzumachen sind?

Beim Geld fängt fast alles an. Wenn Du lange Entwicklungszeit für ein Drehbuch hast, wenn mehrere Weltklasse-Autoren beschäftigt werden können, dann ist schon die Grundlage der noch gar nicht begonnenen Produktion natürlich eine ganz andere, als wenn ein Autor unter Zeitdruck das Drehbuch zusammenschustern muss. Der Unterschied zu Deutschland liegt einfach darin, dass Kino/Film in den USA eine echte Industrie ist, während es hier letztlich „nur“ Kulturbetrieb mit den üblichen Problemen wie Geldmangel etc. ist.

Du hast schon erwähnt, dass Du mit Deiner Familie auch in L.A. lebst; als Schauspieler, der in Blockbuster-Produktionen wie „King Kong“ oder „Wanted“ besetzt war, kann man da noch ungestört auf der Melrose Avenue bei „Starbucks“ einen Kaffee nehmen?

Doch, das geht noch. Ich versuche aber auch immer, unterschiedlichste Figuren zu spielen, in denen mich bisweilen nicht einmal meine Freunde unmittelbar erkennen.

In „Wanted“ hast Du an der Seite von Angelina Jolie gespielt; für alle Jolie-Verehrer: Wie gibt sich der Superstar im Umgang?

Die ist toll! Eine sehr smarte, sehr intelligente, sehr witzige und natürlich auch sehr schöne Frau. Wirklich, die ist toll!

Interview: Andreas Kötter

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by fendi_jp2 | 2008-11-20 03:51 | Der Seewolf